Vorstufe (11.Klasse) und Vorbereitungsjahr (~10 Klasse)

Film ist ein einflussreiches Medium, das vielfältige kommunikative Bedeutung(en) produziert.

In der Weimarer Republik (1919-1933) thematisierten Filme kritisch die immer weiter auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich („Der letzte Mann“), während „Asphaltfilme“ die Chancen, aber auch die Lasterhaftigkeit der Großstadt inszenierten. Im Nationalsozialismus (1933-1945) wechselten staatliche Propagandafilme („Ohm Krüger“) mit Durchhaltefilmen für lange Bombennächte wie etwa Veit Harlans „Immensee“. In der jungen Bundesrepublik pflegten Kriegsfilme den Mythos der „sauberen Wehrmacht“ („Canaris“), während Heimatfilme wie „Die Landärztin“ kinofilmisch den Stadt-Land-Gegensatz und zugleich die Rolle der Frau in den 1950er Jahren verhandelten.

Der ASH-Kurs führt in die Grundzüge der deutschen Filmgeschichte ein, wobei diesmal an die Zeit von 1919 bis 1960 „herangezoomt“ wird. Dabei werden auch Aspekte wie die „Macht der Bilder“ und die identitätsbildende Kraft des Mediums Film thematisiert. Ziel des Kurses ist es, eine medienkritische Kompetenz zu erwerben, die hilft, filmische Botschaften zu hinterfragen.

Methodische Schwerpunkte / Kursarbeit: Methodisch folgen wir Siegfried Kracauer, der erstmals das „Massenmedium“ Film als historische Quelle vorschlug. Alle Teilnehmer/innen sollen sich an einem kurzen Impulsreferat beteiligen; der schriftliche Leistungsnachweis erfolgt im Sommer durch Klausur.